{"id":18085,"date":"2020-07-25T17:10:58","date_gmt":"2020-07-25T15:10:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christus-gemeinde.net\/web\/cms\/?page_id=18085"},"modified":"2020-07-25T18:02:13","modified_gmt":"2020-07-25T16:02:13","slug":"gnadengaben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.christus-gemeinde.net\/cms\/medien\/texte\/gnadengaben\/","title":{"rendered":"Die Gnadengaben in der neutestamentlichen Gemeinde"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"18085\" class=\"elementor elementor-18085\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-2b40ddd elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"2b40ddd\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7ac6100\" data-id=\"7ac6100\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-68b1735 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"68b1735\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<header class=\"entry-header\"><h1 class=\"entry-title\">Die Gnadengaben in der neutestamentlichen Gemeinde<\/h1><p><em>von Willi Bergemann<\/em><\/p><p>Die Freude der Erl\u00f6sung und die Gegenwart Jesu Christi schuf sich Raum im geistl. Leben des Gl\u00e4ubigen und der ntl. Gemeinde, sowohl in der Versammlung, als auch in der Verk\u00fcndigung und den mitfolgenden Zeichen.<\/p><p>Die mit Heiligem Geist ausger\u00fcsteten Gl\u00e4ubigen bildeten einen Chor von Talenten; sie waren Beschenkte mit einer dynamischen Kraft. Sie hatten viele Aufgaben und konnten diese nur mit den Gaben erf\u00fcllen, die ihnen durch den Heiligen Geist gegeben waren.<\/p><p>Die Kraft des H.G. wurde sichtbar, sobald man sie bet\u00e4tigte. So wie die Kraft einer Batterie erfahrbar wird, sobald man den Schaltknopfe bet\u00e4tigt (1.Mor. 12,7). (phanerosis-aufleuchten). In den Gemeinden ging es erstaunlich lebhaft und abwechslungsreich zu, und das ohne Hysterie, Aufputschung oder Ekstase.<\/p><p>Zum Gottesdienst geh\u00f6rte und soll auch heute geh\u00f6ren:<\/p><h2>1. Das Lied<\/h2><p>Es sind Psalmen, Hymnen, Oden. Lieder des Lobpreises, der Anbetung, des Dankes, der Freude. Es k\u00f6nnen textlich und melodisch vorgefertigte oder unmittelbar inspirierte Ges\u00e4nge sein. &#8222;Singen mit dem Verstand&#8220; hei\u00dft auch verst\u00e4ndlich und bekannt. &#8222;Singen im Geist&#8220; bedeutet in Sprachen, die m\u00f6glicherweise ausgelegt werden sollen. Singen war ein Charakteristikum der urgemeindlichen Gottesdienste (1. Kor. 14,16,26; Eph. 5,19; Kol. 3,16).<\/p><h2>2. Die Lehre<\/h2><p>Vom Geist gewirkte Lehre, die Glauben und Leben (Dogmatik und Ethik) erweckt, bildet oder beeinflusst, darf nicht zu kurz kommen (Mark. 1,27). Wort und Geist geh\u00f6ren zusammen und k\u00f6nnen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Lehre muss durch den Geist lebendig werden. Wer lehrt muss auf die Zusammensetzung des Publikums achten (alt-jung; gebildet-einfach usw.) Lehre ist auch Erkenntnisvermittlung (R\u00f6m. 12,7; 1.Kor. 14,26).<\/p><h2>3. Die Prophetie<\/h2><p>Es ist eine Weissagung, die sich in der Verk\u00fcndigung als Weisung f\u00fcr die Gegenwart zeigt. Der Prophet sieht Zusammenh\u00e4nge von Ursachen und Wirkungen. Er lobt und tr\u00f6stet, aber er mahnt und tadelt auch bis hin zur Drohung, wenn er fatale Folgen von einem Verhalten aufzeigt. Das prophetische Wort trifft das Gewissen und offenbart Verborgenes. Prophetie ist verst\u00e4ndliches Reden. Der Prophet hat Offenbarungen, Visionen, Gesichte. Er steht nicht unter Redezwang. Er kann auch dem H.G. ungehorsam sein. Paulus w\u00fcnscht diese missionarische Gabe allen Gl\u00e4ubigen f\u00fcr ihr zeugnishaftes Leben in unterschiedlicher Form (1.Kor. 14,29; R\u00f6m. 12,6; Matt. 13,57).<\/p><h2>4. Die Offenbarung<\/h2><p>Sie steht meist im Widerspruch zum menschlichen Verst\u00e4ndnis und Erkennen, darum wird sie leicht, bzw. bald angezweifelt. Die Welt Gottes ist dem nat\u00fcrlichen Menschen verh\u00fcllt (&#8222;apokalypsis&#8220; &#8211; Hinwegnahme einer Verh\u00fcllung). Gl\u00e4ubigen mit dieser Gabe wird Einblick gew\u00e4hrt in Geheimnisse der g\u00f6ttlichen Welt. Offenbarung geschieht oft als gedankliche Schau (Vision, Gesicht, Bild). Eine Vision bedarf der Interpretation-Auslegung. Ohne H.G. ist die Vision Tr\u00e4umerei, manchmal sogar Spinnerei und Irrsinn. Hier ist Unterscheidung der Geister \u00e4u\u00dferst wichtig (Offenb. 1,7; Phil. 2,12+11).<\/p><h2>5. Das Wort der Weisheit<\/h2><p>Hier ist nicht Wissen (siehe Lehre und Erkenntnis), sondern weises Verhalten, Reden und Handeln gemeint (1. Kor. 12, 7+8; Spr\u00fcche 4,7; Luk. 20, 20-26; 1.K\u00f6n. 3, 16-18). Gr\u00f6\u00dfte Erkenntnis ohne Weisheit ist Lieblosigkeit oder Fanatismus. Weisheit ist das Gegenteil von Unvernunft. Keine Geistesgabe soll ohne Weisheit Anwendung finden! Weisheit ist eine der besten, erstrebenswertesten Gaben. Wem es an Weisheit mangelt, der soll darum bitten. Der Teufel ist sehr weise. Er wei\u00df, wie er Menschen verf\u00fchren und zu Fall bringen kann. Wir k\u00f6nnen nur mit g\u00f6ttlicher Weisheit bestehen und Schwierigkeiten l\u00f6sen. Manchmal wird uns blitzartig ein Wort der Weisheit gegeben.<\/p><h2>6. Das Wort der Erkenntnis<\/h2><p>Man sieht und versteht mit dieser Gabe Zusammenh\u00e4nge (theologisch, pers\u00f6nlich, geschichtlich). Jesus erkannte was im Menschen war (Samariterin am Brunnen). Tatsachen werden offenbar, Hilfen k\u00f6nnen gegeben werden. Seelsorger stellen richtige Diagnosen mit dieser Gabe. Eine \u00e4u\u00dferst wichtige Gabe bei der Schriftauslegung, Predigt und Seelsorge. 1, Kor. 12,8; Apg. 5,11ff; 9,11+12; 10,19; Joh. 2,25; 6,64); 13,11; 16,12+134; 2.K\u00f6n. 5 und 6.<\/p><h2>7. Der Glaube<\/h2><p>Es ist nicht allgemeiner Rettungs- oder Erl\u00f6sungsglaube, sondern grenzenloses Vertrauen zu Gott, zu seinen Zusagen und seinem Handeln gemeint (Gewissheit). Es ist ein Glaube, der Wunder wirkt. Mit der Gabe &#8222;Glaube&#8220; erfahren wir Gebetserh\u00f6rungen in gro\u00dfen und kleinen Dingen. Gott verherrlicht sich durch Geschehnisse. Dies ist eine Gabe, die h\u00e4ufiger angetroffen wird, als wir meinen. (Joh. 11; Apg. 3,16; 1.K\u00f6n. 18; Joh,3,6).<\/p><h2>8. Kraftwirkungen<\/h2><p>Es sind auch Krafttaten gemeint. Eine Gabe, die bei gro\u00dfer Gefahr oder in aussichtlosen Lagen Anwendung finden darf. (D\u00e4monenaustreibung) Oft sind es Naturwunder als Zeichen und Warnungen. Auch Heilungen, Toten Auferweckung und andere Wunder, die als Gebetserh\u00f6rungen geschehen, geh\u00f6ren dazu. (Joh. 2; 2.Mose 4; 1.Kor. 12,10).<\/p><h2>9. Heilungen<\/h2><p>Es ist die wohl am meisten begehrte Gabe, weil man meint, dann viel Gutes tun zu k\u00f6nnen oder selbst zu erfahren. Mancher erhofft sich dadurch Kosten zu ersparen, Angst bew\u00e4ltigen oder beseitigen zu k\u00f6nnen. Andere wollen nur ein unbeschwertes Leben f\u00fchren. Das sind falsche Motive bei der Krankenheilung.<\/p><p>Echte Motive sind: Mitleiden und Verherrlichung Gottes.<\/p><p>Vordringliche Ziele der Heilungen sind: Geduld, Tragkraft, Hilfe, Linderung, Besserung, Teilheilung, Ganzheilung, Lobpreis Gottes. Es darf, muss aber nicht immer bis zur vollst\u00e4ndigen Heilung kommen. F\u00fcrbitte, Handauflegung, Salbung mit \u00d6l ist angebracht mit oder ohne Hinzuziehung von \u00c4rzten und Medikamenten. Art, Dauer und St\u00e4rke der Erkrankung spielen dabei eine untergeordnete Rolle. (Mark. 16,17: Jak. 5,14; 1.Kor. 12,9; Luk. 17,14; Apg. 5,5; Mark. 3,10).<\/p><h2>10. Die Unterscheidung der Geister<\/h2><p>Dies ist eine f\u00fcr die Gemeinde \u00e4u\u00dferst wichtige, unentbehrliche Gabe, die allerdings sehr viel Demut erfordert! Nur so k\u00f6nnen g\u00f6ttliche, menschliche und widerg\u00f6ttliche (d\u00e4monische) Geister und M\u00e4chte unterschieden werden. Jesus hat fromm klingende Aussagen als d\u00e4monisch entlarvt. Wichtigtuer k\u00f6nnen diese Gabe nicht haben. Es ist eine Gabe f\u00fcr Dem\u00fctige! Christen mit dieser Gabe leiden oft darunter, dass sie Bosheiten erkennen und aufdecken sollen, k\u00f6nnen und m\u00fcssen. Hierzu geh\u00f6rt seelsorgerliches Feingef\u00fchl. Wichtig ist die Gabe bei Krankenheilungen und in der Seelsorge \u00fcberhaupt. Gemeindevorsteher m\u00fcssen diese Gabe haben; denn es gibt richtige Worte aus einem falschen Geist! Vorrangig ist der Geist zu pr\u00fcfen, dann erst die Person und die Worte (Mark. 5; Apg. 5; 16; 1. Joh. 4,1; 2. Kor. 11,14; Luk. 11,7).<\/p><h2>11. Reden in Sprachen<\/h2><p>Es sind Sprachen der Menschen oder Engel, auch (Zungenrede oder Zungengebet genannt). Der Redner ist mit der Sprache nicht vertraut. Es geschieht Neusch\u00f6pfung von Worten und S\u00e4tzen durch den H.G. Sie werden zu Gott hin gesprochen als Lobpreis und Anbetung ohne Kontrolle durch den Verstand. Es ist unmittelbares Reden oder Hervorbrechen geistlicher Empfindungen. Wer so redet, kann anfangen und schlie\u00dfen wann er will. Er steht nicht unter Redezwang. Er kann modulieren (laut, leise; monoton, klangvoll usw.) Nicht der H.G. redet, sondern der Gl\u00e4ubige gebraucht vom Heiligen Geist. Manchmal ist bei der Auslegung Reden Gottes beigemischt (eine Weissagung, Prophetie, Zuspruch, Verhei\u00dfung, Ermutigung). Sprachenrede (oder Gebet) ist nicht mystisches Lallen und kein ekstatisches Reden, sondern normales Sprechen in anderen fremden Sprachen, die in der Welt vorkommen k\u00f6nnen, aber meist nicht vorkommen. Die Echtheit l\u00e4sst sich am Geist pr\u00fcfen, also am Leben des Zungenredners mit Christus und der mit Gemeinde. Vorsicht bei Unbekannten, die in Zungen reden! Sprachenredner sind an ihrer Liebe, am Gehorsam und den \u00fcbrigen Fr\u00fcchten zu erkennen. Botschaften und Auftr\u00e4ge erteilt der H.G. nicht in Sprachen (Zungen), sondern in verst\u00e4ndlicher Weise. Zwangreden ist auch hier d\u00e4monisch. Mit der Sprachenrede eine &#8222;Schau abziehen&#8220; ist zumindest menschlich, manchmal auch b\u00f6se. Der geistliche Zungenredner verherrlicht immer Christus! (1. Kor. 13,1ff; 14,12.10; Apg. 2; R\u00f6m. 8,27; Ephes. 6,18; Judas 20).<\/p><h2>12. Die Interpretation (Auslegung)<\/h2><p>Mehrere Gaben bed\u00fcrfen der Auslegung, besonders aber die Sprachenrede. Es ist eine notwendige Zusatzgabe damit geistliche \u00c4u\u00dferungen nicht unverst\u00e4ndlich bleiben und damit fruchtlos bzw. unsinnig. Der H.G. erkl\u00e4rt nicht, was jemand s a g t, sondern was G o t t m e i n t. In der Gemeinde ist die Gabe der Auslegung Voraussetzung f\u00fcr die Gabe der Sprachen. Im pers\u00f6nlichen Bereich ist keine Auslegung n\u00f6tig.<\/p><p>Sprachenrede mit Auslegung ist der Prophetie gleichgestellt. In der Gemeinde soll der Sprachenredner nicht selber die Rede oder das Gebet auslegen. Als Teilgabe ben\u00f6tigt sie in der \u00d6ffentlichkeit den anderen, der auslegt! (1.Kor. 12; 13; 14; Dan. 5,26)<br \/>Weitere Gaben sind:<\/p><p>Leiten, Seelsorge, Dienen, Leiden, Barmherzigkeit und Opfern.<\/p><\/header>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gnadengaben in der neutestamentlichen Gemeinde von Willi Bergemann Die Freude der Erl\u00f6sung und die Gegenwart Jesu Christi schuf sich Raum im geistl. Leben des Gl\u00e4ubigen und der ntl. Gemeinde, sowohl in der Versammlung, als auch in der Verk\u00fcndigung und den mitfolgenden Zeichen. 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